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Dienstag, 11. April 2017

Breitbart Chefetage verbietet Mitarbeitern das Verfassen kritischer Artikel über Jared Kushner

Banni und Kushi

Von Oliver Darcy für www.BusinessInsider.de, 10. April 2017

Die Mitarbeiter von Breitbart News wurden von leitenden Redakteuren gebeten, über Jared Kushner keine kritischen Artikel mehr zu schreiben, wie zwei Personen, die mit der Sache vertraut sind, dem Business Insider mitteilten.

Dies folgte auf Beschwerde durch Kushner, der sich laut New York Times bei Präsident Donald Trump wegen der negativen Berichterstattung durch die rechte Nachrichtenseite beschwerte.

Kushner wurde auf Breitbart News ins Visier genommen, nachdem es Berichte über eine Fehde mit Stephen Bannon gab, dem ehemaligen Chef der Seite.

Am Mittwochabend beispielsweise veröffentlichte Breitbart drei kritische Artikel über Kushner, die prominent auf der Seite platziert wurden. Am nächsten Tag berichtete Axios, dass Bannon seinen Mitarbeitern sagte "Ich liebe Duelle."

Kurz nachdem der Streit zwischen den beiden an die Öffentlichkeit sickerte, meinte Trump gegenüber Bannon und Staatschef Reince Priebus, er hätte die mediale Streiterei satt und ordnete den beiden an, "die Sache zu klären," wie die Times berichtete.

In den Tagen danach fiel auf, dass Breitbart nicht mehr gegen Kushner schoss und Trumps Schwiegersohn sogar komplett aus ihrer Berichterstattung verschwand.

Bannon verliess Breitbart News im Novemer und bestand darauf, dass er seitdem keinen redaktionellen Einfluss mehr auf die Seite hat.

Allerdings teilte eine Person, die nahe an der Sache dran ist, Business Insider im März mit, dass Bannon damals Matthew Boyle, dem Washingtonleiter der Seite, darum bat, keine kritischen Artikel über Priebus mehr zu veröffentlichen, der sich mit Bannon gestritten haben soll. Alex Marlow, der Chefredakteur bei Breitbart sagte im März auch gegenüber NBC News, dass sich Bannon "doch recht oft" bei ihm melden würde.

Kushner wird von einigen von Trumps kompromissloseren Unterstützern als ein Demokrat gesehen, der ihre Weltanschauung nicht teilt. Letzte Woche etwa meinten Regierungsvertreter gegenüber dem Daily Beast, dass Bannon Kushner als "Globalisten" und "Cuck" bezeichnet, eine Beleidigung, die gerne von Vertretern der sogenannten alternativen Rechten verwendet wird, um Personen zu beschreiben, die nur vorgeblich konservativ seien.

Ein Vertreter von Breitbart News hat bislang nicht auf eine Bitte um einen Kommentar geantwortet.





Im Original: Breitbart editors tell staffers to stop writing stories critical of Jared Kushner, sources say

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