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Mittwoch, 29. März 2017

EZB unter Druck für Richtungsänderung



Von Martin Armstrong für www.ArmstrongEconomics.com, 28. März 2017

Die Europäische Zentralbank EZB steht erneut unter Druck für eine Anhebung der Zinsen und nicht nur, weil es der Standpunkt der Federal Reserve ist seit dem Wendepunkt unseres ökonomischen Zuversichtsmodells vom 1. Oktober 2015 (2015.75), dem im Dezember 2015 die erste Zinsanhebung folgte. Auch wenn es nur eine geringe Reaktion auf die Entscheidung der Fef gab, die Zinsen erneut anzuheben, so ist Mario Draghi in Erklärungsnot hinsichtlich seiner gescheiterten Politik der Negativzinsen, die völlig dabei versagt haben, den seit 2008 bestehenden Abwärtsdruck auf die europäische Wirtschaft zu neutralisieren.




Die neuesten Zahlen von der EZB und Eurostat sorgen bei Draghi für schlaflose Nächte und kalten Schweiss. Investoren, die nicht aus dem Euroraum kommen, haben 2016 das erste Mal seit Einführung des Euro unterm Strich Schulden aus der Eurozone verkauft. Die Nettoausflüsse von Investitionskapital aus der Eurozone im Bereich der Eurozonenschulden lagen bei 192 Milliarden Euro für 2016, während 2015 noch 30 Milliarden Euro zugekauft wurden. Als sich unser Modell Anfang Oktober 2015 drehte haben sich die globalen Kapitalflüsse dann auch tatsächlich gedreht.



Die größte Masse an Nettoverkäufen bestand aus Staatsanleihen in Höhe von 116 Milliarden Euro. Unser Modell hat auf der anderen Seite prognostiziert, dass es eine Verschiebung von den Staatsschulden weg gibt und rein in private Werte. Die aktuellen Zahlen von Eurostat bestätigen, dass auch diese Prognose gestimmt hat. Die außereuropäischen Investoren blieben nur im Bereich von Wertpapieren aus der Eurozone Nettokäufer, allerdings ist auch hier das Volumen von 268 Milliarden Euro 2015 um 50% eingebrochen auf 126 Milliarden im Jahr 2016.





Im Original: ECB under Pressure to Reverse Direction

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